Abwartendes Vorgehen
Abwartendes Vorgehen bedeutet, dass die Frau abwartet, bis der Körper selbst realisiert hat, dass er eine Geburt einleiten muss. Für manche Frauen kann dieser natürliche Prozess sehr heilsam sein und Selbstwirksamkeit bedeuten, weil sie dem Körper vertrauen, dass er es selbst schafft, die Schwangerschaft zu beenden. Es bedeutet aber andererseits mit viel Ungewissheit umzugehen, weil der Zeitraum bis zur Kleinen Geburt Tage oder Wochen dauern kann. Eine gute Begleitung in dieser Zeit z.B. durch eine Hebamme kann sehr hilfreich sein.
Medikamentöse Geburtseinleitung
Medikamentöse Geburtseinleitung heißt, dass durch die Gabe eines Medikaments die Kleine Geburt gezielt eingeleitet wird. Meist wird es ambulant gegeben, so dass die Frauen bei der Kleinen Geburt zu Hause sind. Die Frauen empfinden diese Option oft als Mittelweg zwischen Operation und Abwarten, da sie den Geburtsprozess etwas gezielter planen können. Gleichzeitig ist hier eine gute Vorbereitung besonders wichtig, denn oft sind Frauen nicht auf den plötzlichen Beginn der Geburt, die Heftigkeit von Schmerzen und Blutungen und mögliche Nebenwirkungen des Medikamentes vorbereitet. Eine gute medizinische Betreuung ist wichtig.
Kürettage („Ausschabung“)
Kürettage („Ausschabung“) ist eine Operation, meist unter Vollnarkose, bei der das Kind und das gesamte Schwangerschaftsgewebe entfernt werden. Manche Frauen entscheiden sich dafür, weil es der „schnellste Weg“ aus der Situation ist und sie Planbarkeit haben möchten. Andererseits bringt jede Operation auch Risiken mit sich, die berücksichtigt werden sollten und vielen Frauen fehlt durch den fehlenden Prozess der emotionale Abschluss der Schwangerschaft.